Am 22.04.2026 fand in der Villa Popken die Auftaktveranstaltung zum Förderprogramm „Vital Village“ statt. Im Vorfeld war breit eingeladen worden, sodass jede und jeder die Möglichkeit hatte, sich noch vor dem Start der sogenannten Mikro-Projekte umfassend über die Förderung zu informieren.
Bereits beim Eintreffen der Besucherinnen und Besucher wurde deutlich, wie groß das Interesse und die Neugier auf die Chancen dieses Programms sind. Besonders hervorzuheben ist das vielfältige Altersbild: Von Jugendlichen über die mittlere Generation bis hin zu den Lebenserfahreneren waren alle vertreten. Diese Mischung verlieh der Veranstaltung eine besonders lebendige und inspirierende Atmosphäre.
Nach einer kurzen Vorstellung des Projektteams wurden die grundlegenden Hintergründe des Förderprogramms „Vital Village“ erläutert. Die geförderten Projekte müssen sich im kulturellen Bereich bewegen und sich einer oder mehreren der Sparten Musik, Tanz, Literatur oder Malerei widmen. Zudem sollen sie gemeinschaftlich umgesetzt und anschließend einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Wichtig ist außerdem, dass die Projekte in der gesamten Samtgemeinde stattfinden.
Für die Einreichung der Projektanträge gilt der Stichtag 31.07.2026. Idealerweise sollte im Vorfeld bereits ein kurzes Abstimmungsgespräch mit Frau Roskam geführt werden. Nach Sichtung und Prüfung der Anträge auf Vollständigkeit und Einhaltung der Kriterien entscheidet eine Jury über die Förderung. Diese Jury setzt sich bewusst aus regionalen Akteuren mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammen.
Im Anschluss an die Einführung wurden erste Projektideen vorgestellt, die aus vorangegangenen Gesprächen und von Projektbeteiligten gesammelt worden waren. Genannt wurden unter anderem Heimatabende, ein Bauwagen als niedrigschwellige Ausstellungsfläche – etwa in Kooperation mit Kindergärten –, Veranstaltungen auf Dorfplätzen sowie Projekte rund um Geschichten des Ankommens, nicht nur von Migrantinnen und Migranten, sondern auch von Menschen, die neu in die Samtgemeinde gezogen sind. Auch die Idee einer „Ode für Hesel“ als verbindendes musikalisches Element für alle Einwohnerinnen und Einwohner wurde eingebracht.
Während der Veranstaltung entwickelte sich schnell ein reger Austausch unter den Teilnehmenden. Erste Fragen wurden gestellt, etwa zu verfügbaren Räumlichkeiten. Hier wurde vereinbart, dass die Samtgemeinde zeitnah eine Übersicht möglicher Veranstaltungsorte bereitstellen wird. Grundsätzlich stehen bereits zahlreiche Optionen im Raum, darunter Dorfgemeinschaftshäuser, die Pausenhalle der Oberschule Kloster Barthe, die Kirche Stikelkamp sowie die Bühnen auf den neuen Dorfplätzen. Die konkreten Konditionen sollen jeweils projektbezogen geklärt werden.
Auch Fragen zur Finanzierung wurden angesprochen, beispielsweise ob Eintrittsgelder erhoben werden dürfen oder ob diese angerechnet werden müssen, sowie die Möglichkeit, weitere Fördermittel zur Kofinanzierung einzuwerben. Diese Punkte werden derzeit noch mit der Stiftung Niedersachsen abgestimmt; eine Rückmeldung soll zeitnah erfolgen.
Im anschließenden Ideensammlungs-Teil zeigte sich eindrucksvoll, wie viele kreative Ansätze bereits vorhanden sind – oft auch solche, die mit geringem finanziellen Aufwand umsetzbar wären. Genannt wurden unter anderem Rudelsingen, die Gründung eines Kneipenchors in Neukamperfehn, Picknick-Konzerte, ein Karaoke-Abend auf dem Dorfplatz oder eine Beatbox-AG. Auch der Wunsch nach generationsübergreifender Zusammenarbeit im Handarbeitsbereich wurde geäußert.
Dabei ist besonders hervorzuheben, dass ein zentrales Kriterium des Förderprogramms stets ein klar erkennbares künstlerisches Endergebnis ist, das der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Auf diesen Aspekt sollte bei der Projektplanung ein besonderes Augenmerk gelegt werden, da er eine wesentliche Grundlage für die Förderfähigkeit darstellt.
Es mangelt also keineswegs an Ideen für erste Projekte. Gleichzeitig werden auf dieser Seite weiterhin Antworten auf häufige Fragen bereitgestellt, sodass es sich lohnt, regelmäßig vorbeizuschauen und sich über Neuigkeiten zu informieren.
„Vital Village“ lebt vom Mitmachen. Es bleibt zu hoffen, dass aus diesem gelungenen Auftakt zahlreiche spannende Projektvorschläge entstehen und sich daraus nicht nur vielfältige Veranstaltungen entwickeln, sondern auch ein nachhaltiges Netzwerk von Kulturschaffenden, das die Samtgemeinde weit über das Projektende hinaus kulturell bereichert.
Die Samtgemeinde Hesel wurde für das Förderprogramm „Vital Village – Kultur für ländliche Räume“ der Stiftung Niedersachsen ausgewählt. Ziel des Programms ist es, das kulturelle Leben im ländlichen Raum zu stärken und durch neue Impulse weiterzuentwickeln. Insbesondere Menschen und Gruppen, die sich bisher weniger engagiert haben, sind eingeladen, sich aktiv einzubringen und eigene Ideen umzusetzen.
Ein zentraler Bestandteil von Vital Village ist der sogenannte Ankerpunkt. Für die Samtgemeinde Hesel übernimmt diese Funktion die Gemeindebücherei Hesel. In enger Zusammenarbeit mit der Samtgemeindeverwaltung koordiniert sie das Programm vor Ort, bündelt Aktivitäten und unterstützt bei der Entwicklung eines vielfältigen kulturellen Angebots.
Ein Großteil der Projekte wird nicht von der Verwaltung selbst umgesetzt, sondern durch die Menschen in der Samtgemeinde gestaltet. Ziel ist es, die kulturelle Vielfalt vor Ort sichtbar zu machen und neue Formate zu ermöglichen. Bis Ende 2027 entsteht so ein gemeinschaftlich getragenes Kulturprogramm, das von Engagement, Kreativität und Zusammenarbeit lebt.
Das Herzstück von Vital Village sind sogenannte Mikro-Projekte. Hier haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eigene kulturelle oder künstlerische Vorhaben umzusetzen. Für diese Projekte kann eine finanzielle Förderung beantragt werden. Die Antragstellung ist bewusst einfach gehalten, zudem unterstützt die Samtgemeinde bei Fragen und der Ausarbeitung von Ideen.
Der Weg zur Förderung erfolgt in mehreren Schritten:
Vital Village fördert neue kulturelle Ideen und stärkt das Miteinander vor Ort. Gesucht werden insbesondere innovative Projekte, die: